Marathon, Matsch und ein plattes MTB

Es sollte ein schönes Wochenende werden. Fast wäre es auch eines geworden. Britta lief den Siebengebirgsmarathon in Aegidienberg. 780 Höhenmeter, für 42,195 km ein schönes Sahnehäubchen. Wenn dann auch noch das Wetter mitspielt kann man sagen…Läuferherz was willst du mehr.  
 
Es sollte ein längerer Trainingslauf werden. Ohne Zeitdruck, einfach laufen lassen und Spaß haben. So ging es auch los. Ich selber hatte mir auf dem Streckenplan 8 Punkte angemarkert die ich per MTB abfahren wollte. So kommt man auch zu seinem Training. Der erste Punkt wurde gut gefunden. Kunststück, lag ja auch nur 1 Km quergefahren vom Start entfernt. Der zweite Punkt durch den Wald mit Matsch, es gab ja Regen in den tagen zuvor, war auch noch o.k. Km 5 war hier passiert. Das geht ja gut, dachte ich mir und fuhr direkt den nächsten Punkt an. Nur geradeaus auf der Straßen und dann geht rechts ein Weg ab zum nächsten Punkt. Das sagte die Karte. Nach 4 km Downhill stand ich am Ortseingangsschild von Bad Honnef, der Rhein war nicht mehr weit. Mist, wo war der weg ab…? Wieder hoch. Bergtraining. Stand nicht auf dem Trainingsplan, aber nehmen wir einmal mit. Geht ja nicht anders. Wieder oben angekommen (km 5 ist auch Km 18) auf Britta gewartet. Da sich das Feld hier auseinander gezogen hatte beschloss ich mitzufahren. Kein Läufer wurde behindert. O.k. mal vor, mal etwas dahinter. Bis zu einem Punkt der so manchem Trail ehre machen würde. Im Schlamm ging die Kette vom Kranz. Na ja, kann passieren. Wieder rauf damit und weiter. Plötzlich fuhr sich das MTB etwas komisch. Kurz angehalten um nachzuschauen. Gratulation, Reifen, hinten, platt…und das am Streckenteil der am weitesten vom Ziel entfernt ist. Was tun.  
 
Ich entschied mich den direkten Weg zurück zu nehmen. Das heißt entgegen der Läuferschlange. Natürlich durch den Matsch. Die Schuhe waren eh schon Nass und auch die Temperaturen von knapp 6 Grad sind nicht gerade als warm zu bezeichnen wenn man schon 3 Stunden in der Kälte gefahren ist. Um dennoch vor Britta wieder im ziel u sein, fuhr ich auf der Felge weiter. (Ich weiß, sollte man nicht machen)  
 
Bis zur nächsten Verpflegungsstelle habe ich es dann noch geschafft. Von dort aus wären es noch weitere 7 km durch den Wald gewesen. Man hatte ein einsehen mit mir und nahm mich, samt Bike mit zurück zum Start/Ziel. Auf Britta musste ich nicht lange warten, denn bereits nach 3:55:18 Std. war ihr „Trainingslauf“ beendet. Nach 1:59:30 eine zweite schnellere Hälfte. Wow.  
 
Spaß hatte sie übrigens auch, auch wenn sie sich unterwegs fragte wo ich denn abgeblieben wäre.  
 
Am nächsten morgen ging es dann wieder aufs Rad. Trainingsrolle, weil es draußen noch dunkel war. Das Straßenrad wollte bewegt werden. Mit einem Satz aufs Bike und….platt.  
 
Da war doch was. Deja vu……
 
12.12.06 22:34
 


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